Das erste forumofac im Tessin war ein voller Erfolg

Das 11. forumofac fand am Freitag, den 16. September in Lugano zum Thema «Rolle der Apotheke in eHealth-Projekten: Chance oder Risiko?» statt. Angesichts des 2017 in Kraft tretenden Bundesgesetzes über das elektronische Patientendossier (EPDG) legte Ofac grossen Wert darauf, die Apotheker für dieses vielseitige, komplexe und zukunftsträchtige Thema zu sensibilisieren. Die Tagung wurde vom mehrsprachigen Journalisten und Politologen Stephan Klapproth geleitet, der dem forumofac seit mehreren Jahren die Treue hält.

Den Auftakt machte Dr. David Voltz, Direktor Leistungen Ofac. In allgemein verständlicher Sprache vermittelte er die eHealth-Grundlagen und erklärte bestimmte Begriffe in Bezug auf das Bundesgesetz über das EPDG. Dr. Salome von Greyerz, Leiterin Abteilung Gesundheitsstrategien beim BAG, ging danach im Detail auf das neue Gesetz über das elektronische Patientendossier ein und hob dessen Vorteile hervor – einerseits für die Akteure, andererseits aber auch für die Nutzer des Schweizer Gesundheitswesens. Die Rednerin verwies unter Miteinbezug von Statistiken insbesondere darauf, dass die Apotheker von einem Verbesserungspotenzial ihrer Arbeitsbedingungen um 65% ausgehen.

Dr. Urs Stoffel, Mitbegründer der ZAD (Zurich Affinity Domain) stellte die eHealth-Projekte des Kantons Zürich vor, wobei er den Fokus auf die Entwicklung der Referenzgemeinschaft legte, der technischen Plattform für den Austausch von Patientendaten im Rahmen des elektronischen Patientendossiers.

Als Stellvertreterin der Patientinnen und Patienten verwies Laura Regazzoni, Generalsekretärin des Konsumentenverbands der italienischen Schweiz (ACSI), auf die Risiken der Digitalisierung für die Gesundheit der Patienten, «die nicht bloss eine Zahl sein dürfen, sondern auch in Zukunft Anrecht auf persönlichen Kontakt mit ihren medizinischen Leistungserbringern haben müssen». Doch auch Laura Regazzoni verwies auf die zahlreichen Hoffnungen, die bezüglich Effizienz und Sicherheit in eHealth gesetzt werden.

Dr. Mario Magada, Generaldirektor von Ofac, schloss den Reigen der Vorträge mit zwei wichtigen Mitteilungen: der Entscheid von Ofac, eine nationale Referenzgemeinschaft für die Apotheker  zu schaffen, sowie die Minderheitsbeteiligung am Unternehmen Medical Link Services SA mit Sitz in Nyon, das auf Spitex-Dienste spezialisiert ist.

Nach der Vergabe der ersten Ofac Pharmacy Awards begeisterte der Tessiner Schauspieler, Regisseur und Choreograph Daniele Finzi Pasca das Publikum mit einem stimmungsvollen Beitrag zum Thema Träume und Reichtum der Menschheit. Zudem drückte er seine Bewunderung für den Beruf der Apotheker aus, die stets ein offenes Ohr für die Kranken haben.

Der traditionelle Mitgliederabend im Grand Hotel Eden in Lugano schliesslich dauerte dank der von Ofac offerierten Hotelübernachtung länger als in den letzten Jahren.

Ofac lädt Sie bereits jetzt zum nächsten forumofac am 22. September 2017 in Zürich ein.

Alle Fotos des forumofac.16 finden Sie auf unserer Website www.forum.ofac.ch.