Big Data: Management und Verarbeitung von Millionen Daten – ein Kompetenzbereich von Ofac

Big data

Die Komplexität und das Volumen der von den Apotheken an Ofac übermittelten Daten steigt stetig an. Die Informationsströme werden von der Genossenschaft für ihre Mitglieder analysiert und angereichert, so dass diese über äusserst nützliche Daten verfügen, sei es für ihre Verwaltung (Verrechnung, Archivierung usw.), ihre geschäftlichen Tätigkeiten (Reporting, Steuerungsinstrumente usw.) wie auch den therapeutischen Bereich (Medikamenten-History, Betreuung chronisch kranker Patienten).

Da es sich in erster Linie um medizinische – also hochsensible – Daten handelt, hat Ofac bereits seit einigen Jahren eine IT-Struktur eingerichtet, die ebenso zuverlässig und sicher wie leistungsfähig ist. Sie erreicht damit heute ein Niveau, das sogar von den wichtigsten Akteuren im IT-Sektor gerne als Referenz im Bereich Systemarchitektur zitiert wird.

Die von Ofac gewählte Lösung entspricht sowohl den vorgegebenen Sicherheitsstandards, insbesondere in Bezug auf die Zertifizierungen ISO 27001 und GoodPriv@cy, wie auch den Bedürfnissen an Leistung und Verfügbarkeit der Mitglieder. Dafür wurden zwei vollkommen identische Data Center an getrennten Standorten im Kanton Genf geschaffen, die parallel arbeiten und kontinuierlich synchronisiert werden, um einen Service ohne Unterbruch gewährleisten zu können. Die 6 km voneinander entfernt liegenden Data Center sind jeweils mittels eigenen Glasfaserkabeln miteinander verbunden. Ein dritter Standort übernimmt das Backup der Daten und überwacht die Funktion der beiden anderen Data Center. Er bildet damit die Spitze des „Magischen Dreiecks“, wie Dr. David Voltz, IT-Direktor von Ofac, es nennt. Diese Anlage garantiert die maximale Sicherheit an sieben Tagen die Woche rund um die Uhr aller Daten der Genossenschaftsapotheken und derjenigen der anderen Ofac-Kunden und gewährleistet unterbrechungsfreie Geschäftsabläufe sowie eine fast sofortige Notfallwiederherstellung (Disaster Recovery Plan).

„Wir managen die Daten von fast 1’500 Unternehmen, die meisten davon Ofac-Apotheken, welche verpflichtet sind, bestimmte Daten 10 Jahre lang zu speichern“, erklärt Olivier Bosson, technischer Leiter bei Ofac. Auch die gigantische Menge der täglich verarbeiteten Daten macht eine aussergewöhnliche Ausstattung erforderlich. Ofac muss durchschnittlich 240’000 Queries pro Minute standhalten, wobei es zu Spitzen von 670 000 Queries kommen kann. „Das ist enorm und ich glaube kaum, dass viele Unternehmen in der Schweiz dieses Volumen erreichen,“ erläutert Olivier Bosson weiter. Zum Vergleich: Bereits eine einfache Validierung der Versichertenkarten via Covercard System erfordert 75 Abfragen.

Olivier Bosson, technischer Leiter bei Ofac

Olivier Bosson, technischer Leiter bei Ofac

Die Qualität der von Ofac aufgebauten IT-Infrastruktur sowie die Kompetenz und das Know-how ihrer Teams verleiht der Genossenschaft heute die Hochachtung von Unternehmen, die mit ähnlichen Herausforderungen konfrontiert sind. Ofac konnte somit das Vertrauen verschiedener Drittunternehmen, insbesondere aus dem Gesundheitsbereich, gewinnen, die Ofac nicht nur mit dem Hosting ihrer Daten betrauen sondern ihre gesamte IT-Struktur an Ofac outsourcen. „Es kommt sogar vor, dass wir Unternehmen beraten, die wesentlich grösser sind als wir“, berichtet Olivier Bosson stolz und verweist auf das Consulting, das Ofac für Ingenieure grosser Unternehmen der Region aus den Bereichen Telekommunikation, Transport, Universität oder Kliniken leistet.