Ofac errichtet COVID-19-Unterstützungsfonds für ihre Mitglieder

Ofac, die Berufsgenossenschaft der Schweizer Apotheker, gibt die vorsorgliche Schaffung eines Unterstützungsfonds zur Entschädigung ihrer Mitglieder im Fall von finanziellen Schäden bekannt, die durch eventuelle von den Gesundheitsbehörden in Zusammenhang mit der Coronavirus- bzw. COVID-19-Epidemie angeordneten Massnahmen entstehen.

Die in Bezug auf die Epidemie herrschende Situation ändert sich quasi stündlich. Einige Länder haben Quarantänen verhängt, teils sogar ihre Grenzen geschlossen. Auch für die Schweiz kann nicht ausgeschlossen werden, dass Bund oder Kantone sich zur Ergreifung restriktiver Massnahmen bis hin zur Quarantäneverhängung gezwungen sehen, um die Bevölkerung zu schützen.

Die Apotheken als besonders exponierte Orte könnten von solchen Massnahmen betroffen sein, zum Beispiel anlässlich eines Virusnachweises bei einem Kunden/Patienten, der vor Ort in der Offizin anwesend war. Infolge der durch den Kanton angestellten epidemiologischen Nachforschungen könnte das Personal unter Quarantäne gestellt und die Apotheke über einen Zeitraum von 15 Tagen zwangsweise geschlossen werden.

So könnte es zu bedeutenden Einkommensausfällen beziehungsweise Liquiditätsengpässen kommen. Um die Folgen einer derartigen Situation abfedern zu können, haben die Generaldirektion und der Verwaltungsrat von Ofac beschlossen, einen mit 2 Millionen Franken dotierten COVID-19-Unterstützungsfonds ins Leben zu rufen.

Diese finanzielle Hilfe zur Deckung des erlittenen Gewinnausfalls sollte Apotheken gewährt werden, die infolge einer behördlicherseits ausdrücklich angeordneten Quarantäne geschlossen bleiben mussten.

Die Hilfen werden zusätzlich zu allfälligen Entschädigungsleistungen von Versicherungen oder staatlichen Zuwendungen gewährt.

Auf Anregung ihrer Mitglieder und angesichts der von diesen an sie herangetragenen Sorgen will Ofac durch die Errichtung dieses COVID-19-Unterstützungsfonds für ihre Mitglieder ihrer Aufgabe als Genossenschaft in dieser Krisenzeit gerecht werden.